Mesa, Sara

Sara Mesa: Quasi

Im Park, in einem Gebüsch, beginnt die ungewöhnliche und per se verdächtige Freundschaft zwischen der Schul-schwänzerin Quasi - sie ist "quasi vierzehn", also dreizehn, und "dem Alten", einem vierzig Jahre älteren Mann, der nicht arbeitet, sich nur für Vögel und die Musik von Nina Simone interessiert und sich etwas merkwürdig benimmt. Über Monate treffen sie sich fast täglich, Quasi führt ein Tagebuch über diese Begegnungen. Schließlich explodiert die ganze Situation, denn Erwartungen, Vor-urteile, Halbwissen, die Unfähigkeit zuzuhören gepaart mit blühender Phantasie sind eine geballte Ladung an Sprengstoff. Die junge Autorin spannt ein Netz um ihre Figuren, in das sie auch die LeserInnen mit einwebt und gefangen nimmt - ihre doppelbödige Geschichte wirft so viele Fragen auf, sie endet nicht mit der letzten Seite. 

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