Shamsie, Kamila

 

 

Kamila Shamsie:

Die Straße der Geschichtenerzähler

Die junge Archäologin Vivian Spencer genießt bei Ausgrabungen in der Türkei und später bei Peschawar Freiheiten, die sie in England nicht hat - sich diese Freiheiten dort aber nur als Engländerin nehmen kann. Der Erste Weltkrieg verändert die Situation, sie muss die Türkei 1914 verlassen. Später reist sie zu Ausgrabungen nach Peschawar, sie will einen legendären Silberreif aus dem Jahr 500 v.C. finden. Dort gibt sie ihre Leidenschaft für die alten Zeiten an den jungen Najeeb weiter und kommt den blutigen Kämpfen der indischen Befreiungsbewegung sehr nah. In ihrem Roman verknüpft Shamsie persönliche und politische Entwicklungen, sie fängt den Zauber des Orients ein, führt die Geschichte auf einen ruhigen Punkt in diesem Strudel an Ereignissen zu - der Leser kann tief in eine fremde und ferne Welt eintauchen und den Kampf um Freiheit auf allen Ebenen miterleben. Er reicht vom Recht auf Lesen-lernen bis zu dem Recht auf die eigene Geschichte und Regierung des Landes. 

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Kamila Shamsie: Verglühte Schatten

Hiroko verliert durch die atomare Bombardierung Nagasakis alles. In Dehli fängt sie neu an, lebt dann lange Zeit in Pakistan und findet zuletzt eine Heimat in New York.

In sechzig Jahren Lebensgeschichte einer klugen und mutigen Frau spiegelt sich die Geschichte des 20. Jahrhunderts vom Ende des Zweiten Weltkriges bis zum Krieg gegen den Terrorismus unserer Tage.

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