Die neuesten Empfehlungen

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Januar 2019

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David Bosc: Ein glückliches Exil

Courbet in der Schweiz

Der Maler und Kommunarde Gustav Courbet verbringt die letzten vier Jahre seines Lebens im Schweizer Exil.

Er kann dort all das tun was er liebt: malen, baden, trinken, prassen, feiern. David Bosc rückt seinem Protagonisten zu Leibe, er spürt die Quellen auf, die die Malerei speisen, er entwirft ein Leben, das sich nicht bremst, das sich ins "Grosse Ganze" wirft, das die Freiheit des Lebens darin findet, sich selbst zu regieren. Bosc eröffnet einen neuen Blick auf den Maler, der den Realismus "erfand".

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Willi Wottreng: Ein Irokese am Genfersee. Eine wahre Geschichte

Deskaheh, Chief der Irokesen und Sprecher der Six Nations, reist 1923 nach Genf, um die Rechte seines Volkes gegen Kanada durchzusetzen.

Mehr als ein Jahr verbringt er in der Schweiz, begeistert seine Zuhörer für die Sache der "Rothäute", doch politisch erreicht er nichts, denn der Völkerbund interessiert sich nicht für die Angelegenheiten eines kleinen Volkes, das nach seiner Ansicht auf kanadischem Gebiet lebt.

Die wahre Geschichte rückt ein Ereignis in den Mittelpunkt, das im Kern von der sehr unterschiedlichen Auslegung des Begriffes "Demokratie" handelt und von der Macht des Stärkeren. Einer Stärke, die nicht zuletzt auf Reichtum und der Bereitschaft zur Gewalt gründet, und heute so lebendig ist wie in den 1920er Jahren.

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Ursula Muscheler:

Mutter, Muse und Frau Bauhaus

Hier steht nicht der Direktor des Bauhauses im Mittelpunkt, sondern fünf Frauen, deren Leben und Geschick eng mit Walter Gropius verknüpft waren. Alle, bis auf die Mutter Manon, versuchten, ein eigenes Leben als Künstlerin zu führen, brachen auf, fügten sich jedoch nach Rückschlägen wieder in die alten Rollenmuster ein. Als "Übergangsgeschöpfe" sind sie jene, die nicht in der vordersten Reihe der Feministinnen stehen, aber genau das macht sie heute noch so interessant. Denn ein Übergang in die Zukunft kann sich in einen Rückfall in die Vergangenheit umkehren. 

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