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März 2014

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Milena Michiko Flasar:

Ich nannte ihn Krawatte

Zufällig begegnen sich der junge Taguchi, der nach zwei Jahren erstmals sein Zimmer verlässt, und der wesentlich ältere Salaryman im Park. Beide sind aus der gesellschaftlichen Norm gefallen und nur weil sie einander ganz fremd sind, schaffen sie es im Lauf der Zeit, sich ihre Geschichten zu erzählen. Ein stilles, sehr klares Buch, das deutlich macht, wie schwer all das wiegt, was man nicht getan hat.

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Elisabeth de Waal:

Donnerstags bei Kanakis

Einige Exilanten kehren Anfang der 1950er Jahre nach Wien, ihrer alten Heimat, ihrem Sehnsuchtsort, zurück.

Sie werden sehr unterschiedlich empfangen und müssen lernen, dass der Geist der Vorkriegszeit noch nicht verweht ist. Mit ihren drei Protagonisten und ihren Erfahrungen zeichnet die Großmutter Edmund de Waals ein eindrucksvolles Gesellschaftsportrait.

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Sarah Kirsch: Märzveilchen

In ihrem letzten Buch reiht die Lyrikerin ganz Alltägliches neben weltpolitische Betrachtungen und Kommentare. Sie gibt Einblick in ihren Tagesablauf, ihre Vorlieben und Abneigungen. Der Leser begegnet Sarah Kirsch ganz privat und nimmt Teil an allem, was ihr so durch den Kopf geht.

Das ironisch-leichte Buch ist auch eine schöne Lektüre für Nicht-Kirsch-Fans, vielleicht werden sie dann dazu.

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Anthony McCarten: funny girl

Azime ist eine Weltneuheit: jung, weiblich, muslimisch, britisch und die erste Komikerin, die mit Burka die Bühne betritt. Damit kommen viele Menschen nicht klar, Azime rührt an menschliche und "westliche" Ängste ebenso wie an die von Traditionalisten. Aber: im Kleid eines Witzes lassen sich viele Wahrheiten einfacher aussprechen und witzig ist sie ohne Zweifel.

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