Gücyeter, Dincer

Dincer Gücyeter: Fake Gucci-Jogginghose auf der Lesebühne

In der Grazer Vorlesung über die Kunst des Schreibens blickt der preisgekrönte Dichter, Romanautor und Verleger auf die Quellen und Entwicklung seines Werkes. Er wird nicht müde zu betonen, dass er ein "Überbringer", ein "Sieb" ist für die vielen vielen Stimmen, die sich in seinem Inneren zu seiner eigenen formen. Demut und Dankbarkeit sind seine Haltung, Ehrlichkeit und das Wahren der Verantwortung gegenüber der Literatur. Dass er Talent hat, sagt er in seiner Bescheidenheit nicht, aber ich darf es sagen. Seine Literatur ist bunt, tief, vielschichtig, sie hat eine wunderbare Melodie und sie berührt das Innerste.

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Wolfgang Schiffer und Dincer Gücyeter (Hrsg.):

Die Backstage eines Buches

21 von namhaften Autor:innen eigens für diese Anthologie verfasste Texte geben  informative Einblicke in den "Maschinenraum" der Literatur. Wie entwickeln sich Geschichten? Warum kann es viele Jahre dauern, bis sich aus einer Spur ein tragfähiger Faden entwickelt? Warum verschwinden manche Figuren, bekommen andere eine unerwartet tragende Rolle? Wie umgehen mit Niederlagen? Ist Schreiben eine völlig individualistische Tätigkeit? Welche Quellen speisen die Texte? Wie lernt man, auf die innere Stimme zu hören? Diese ganz persönlichen Texte über-raschen, sie machen noch neugieriger und sie erhöhen noch einmal die Wertschätzung der Literatur. Für alle, die gerne wissen, was hinter dem Vorhang ist.

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Dincer Gücyeter:

Unser Deutschlandmärchen

Der Debütroman des Lyrikers Dincer Gücyeter ist ein Zwiegespräch zwischen Mutter und Sohn - für mich der erste, der eine türkische Einwan-derin in den Mittelpunkt stellt, ihr eine eigene Stimme verleiht. Fatma kam 1965 nach Deutschland, ihr Leben wurde von der Arbeit bestimmt, von der Pflicht, die Schulden ihres Mannes abzubezahlen, niemals aufzugeben, für ihre Söhne da zu sein. Dass der Älteste ans Theater gehen und Schreiben wollte, war ein Schock, hatte sie ihn doch zu einem richtigen Mann machen wollen. In seinem vielfältigen, vielstimmigen, poetischen Roman, in dem die Grenzen zwischen Biografie und Fiktion fließend sind, erzählt der Autor von Lebenswegen, Verletzungen, und von der unbändigen Kraft der Suche und Phantasie.

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Dincer Gücyeter:

Mein Prinz, ich bin das Ghetto

Der neue Gedichtband Dincer Gücyeters spannt sich zwischen Deutschland und Anatolien, zwischen Heimat und Fremde, Sehnsucht und Nähe. Bildstark und wortgewaltig blickt der Dichter tief in die Risse und Spalten der menschlichen Existenz, öffnet mystische Räume, in die die Wirklichkeit hineinspielt oder bricht. Seine Stimme öffnet viele neue Räume, bei ihm `darf´ auch ein "Gott in der Gaysauna" sitzen...

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