Baldwin, James

James Baldwin: Beale Street Blues

"Der wird noch versuchen, mich dranzukriegen" - so Fonny, nach dem Zusammenstoß mit einem weißen Officer. Er sollte recht behalten: der Zweiundzwanzigjährige wird wegen einer Vergewaltigung, die er nicht begangen hat, verhaftet. Von jenem Mann, der die weiße Justiz in Person ist - ein rassistischer Officer, der sich in seiner Ehre verletzt gefühlt hatte. Und der am längeren Hebel sitzt, salopp gesagt. Vor allem Fonnys Freundin Tish, 19, versucht zusammen mit ihrer Familie alles Erdenkliche, um Fonny aus dem Gefängnis zu holen, denn Tish ist schwanger. Diese junge Frau erzählt in sich verschränkenden Handlungssträngen aus Vergangenheit und Gegenwart die Geschichte einiger Individuen, genauso aber die des Landes und der Afroamerikaner. Vielschichtig und präzise, im Ton direkt, jung, weltlich, entsteht so ein Bild von Leid und Hoffnung, Ungerechtigkeit und Liebe.

                                                                        Zur Besprechung

 

 

 

James Baldwin: Von dieser Welt

Gott-Vater, Familie, Macht, Angst, Not, religiöse Tradition und Erweckung, Auflehnung, Hass, sexuelle Orientierung, schwarze Historie Amerikas, New York in den 1930ern - dies alles erzählt anhand der Geschichte des vierzehnjährigen John Grimes. Er ist der Mittelpunkt dieses autobiographisch gefärbten Romans,

in ihm kulminiert eine lange Geschichte der Schwarzen in den USA. In drei Teilen fächert Baldwin den Kampf des Protagonisten mit oder gegen seinen Vater und Gott auf, erzählt exemplarisch und überzeitlich vom Ringen um ein selbstbestimmtes Leben.

                                                                    Zur Besprechung