Die neuesten Empfehlungen

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Juni 2026

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Delphine Minoui: Badjens

Badjens ist sechzehn, als sie während der Unruhen 2022 im Iran auf einen Müllcontainer steigt und ihren Tscha-dor verbrennt. In diesen Momenten läuft ihr Leben im Schnelldurchlauf an ihr vorbei. Ihre Rückschau zeichnet ihre eigene Geschichte und die der Genera-tion Z nach, die via Internet die Welt außerhalb des Machtbereichs der Ayatollahs gesehen hat und nicht mehr bereit ist, weiterhin in Verstecken und hinter Masken, eingezwängt in Restrik-tionen zu leben. Vor allem die Frauen nicht. Der Roman ist ein eindrückliches Porträt, eine Geschichte der Befreiung und des hohen Preises, den die Freiheit kosten kann.

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Selene Mariani:

Aus dem Dachfenster die Wolken sehen

Die dreißigjährige Ich-Erzählerin arbeitet im Café und schreibt an einem Roman. Und stellt sich die Fragen: Wie möchte ich in Zukunft leben? Was ist für eine Frau mit prekärer Einkom-menssituation überhaupt möglich in einer patriarchalen Gesellschaft? Wie lassen sich Sehnsüchte mit den Umständen in Einklang bringen? Auch die ganz wichtige Frage: Möchte ich ein Kind? Selene Mariani verzichtet völlig auf Pathos und Sentimentalität, der Roman erhält seine Dichte durch die Konzentration auf das Wesentliche. Sie versteht sich auf Verknappungen, Auslassungen, Andeu-tungen, manchmal Schweigen. Sie lässt den Leser:innen viel Raum für eigene Gedanken und erschafft trotzdem eine konturierte und lebendige Heldin. 

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Volha Hapeyeva:

Wörterbuch einer Nomadin

Volha Hapeyevas Wörterbuch ist ein weiträumiges, poetisches, klares und ehrliches Nachdenken über das Menschsein. Ausgehend von einzelnen Wörtern öffnet die Romanautorin, Dichterin, Übersetzerin und Linguistin Türen in die verschiedensten Wissen-schaften und auch in ihre eigene Erfahrungswelt. Seit mehr als fünf Jahren lebt sie an ver-schiedenen Orten im Exil, ihr Nomadentum ist ganz konkret. Sich als Nomadin, "als neuer Typus", wahrzunehmen, ist darüber hinaus eine umfassende Art des Denkens und Seins.

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