Die neuesten Empfehlungen

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Dezember 2019

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George Eliot: Silas Marner,

Der Weber von Raveloe

Eine falsche Anklage lässt Silas Marner an Mensch und Gott (ver)zweifeln.

Er verlässt seine Heimat, richtet sich

im Exil ein, arrangiert sich damit, der Fremde zu sein. Er arbeitet und spart: das Geld ist sein Lebenssinn.

Als ihm dies genommen wird, steht er vor der endgültigen Leere. Doch wie durch ein Wunder findet ein Waisenkind seinen Weg in die bescheidene Hütte. Das Kind gibt Silas sein Leben zurück, Silas ist ihm ein wunderbarer Vater. Bis sich der leibliche Vater auf seine Pflicht besinnt... George Eliots Roman ist von tiefstem Verständnis für die Menschen geprägt, er ist eine realistische Darstellung der sozialen Gegebenheiten - die sehr unkonventionell lebende Schriftstellerin, eine Frau, die ein männliches Pseudonym gewählt hat, entwickelt einen ganz eigenständigen Stil, einen sehr persönlichen Blick und erschreibt sich den Rang einer moralischen Instanz des viktorianischen Zeitalters.

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Doris Lessing: Worum es wirklich geht

Die fünf Erzählungen aus den Jahren

1978-97 geben einen guten Einblick in das Werk der Nobelpreisträgerin von 2007. Sie beleuchten die Machtverhält-nisse, die menschliche Gemeinschaften prägen. Liebe und Sexualität, gesellschaftliche Konventionen,

die Versuche mittels des Verstandes Emotionen zu kontrollieren - Doris Lessing zeichnet mit klarer Sprache Figuren, die nach einem eigenständigen Leben suchen.

Ihr Blick ist weder auf die weibliche Perspektive, noch auf

das Geschlechterverhältnis verengt, sie beleuchtet alle menschlichen Beziehungen. 

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Kathy Page: All unsere Jahre

Siebzig Jahre sind Harry und Evelyne verheiratet, Kathy Page erzählt diese lange Zeit konzentriert auf wichtige Ereignisse, in denen sich Wesentliches herauskristallisiert. Eingebettet in den Alltag, der aus drei Töchtern, anstrengenden Eltern, der Arbeit und dem Bau eines großen Hauses, aber auch der späteren Freiheit zum Reisen besteht, widmet sich die Autorin dem Besonderen - um damit erhellende Schlaglichter zu werfen. Sie kreiert einen interessanten und spannenden Roman, unterlegt mit diversen Romanen und Gedichten der Weltliteratur, die immer das momentane Geschehen spiegeln. Da neben all dem Erzählten auch Unausgesprochenes und Schwebendes verbleibt, die die Phantasie des Lesers fordern, ist der Roman von einer großen Liebe sehr kurzweilig und anregend.

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