Klink, Sophia
Sophia Klink: Kurilensee
Die junge Forscherin Anna verbringt ihren sechsten Sommer am Kurilensee in Kamtschatka, um Mikroorganismen und Lachse zu zählen. Die Zahlen entscheiden, wie viele Fische gefangen werden dürfen, und in diesem Jahr auch, ob der See gedüngt wird. Wissenschaftliche Arbeit, diverse, keineswegs objektive Meinungen und Entscheidungen sind ein Teil des Romans, weitere die Dynamiken innerhalb einer Gruppe, die abgeschieden in der Wildnis lebt, die tiefe emotionale Verbundenheit Annas mit der Natur und mit Vova, einem Kollegen. Das vielschichtige Debüt der 1993 geborenen Autorin, einer Biologin, erzählt von den kleinsten Organismen und deren Bedeutung für das große Ganze und von der allseitigen Durchdrungenheit allen Seins - hier verschwistern sich Analyse und Poesie.
Gute Literatur
Meine Empfehlung