Valerio, Chiara

Chiara Valerio: Kein Herz, nirgends

Andrea, um die vierzig, Professor für Mythologie, wacht eines Morgens auf und findet sich "ohne Herz wieder". Er wird weitere Organe verlieren - und trotzdem weiterleben. All die vielen Frauen um Andrea herum fragen sich jede auf ihre Weise und entsprechend der Beziehung, in der sie zu ihm stehen, woran das liegen könnte, was zu tun ist. Der Roman, der keine Liebesgeschichte, aber eine Geschichte über die Liebe ist, fragt auf unendlich viele Arten, was dieses Gefühl eigentlich ist. Von vielen Seiten betrachtet Chiara Valerio das Phänomen, spielt leichtfüßig und augenzwinkernd, ernst und tiefschürfend, heiter-ironisch und zugleich direkt in die Wunde blickend, ein Szenario durch, das auf jede nur denkbare Weise das Menschsein reflektiert. Der Roman ist ein großer Spaß, nicht zuletzt durch seine wunderbare Sprache, und er ist ein großer Ernst, denn mit verschwundenen Körperteilen spielt man nicht!

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