Die neuesten Empfehlungen

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April 2026

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Dincer Gücyeter: Fake Gucci-Jogginghose auf der Lesebühne

In der Grazer Vorlesung über die Kunst des Schreibens blickt der preisgekrönte Dichter, Romanautor und Verleger auf die Quellen und Entwicklung seines Werkes. Er wird nicht müde zu betonen, dass er ein "Überbringer", ein "Sieb" ist für die vielen vielen Stimmen, die sich in seinem Inneren zu seiner eigenen formen. Demut und Dankbarkeit sind seine Haltung, Ehrlichkeit und das Wahren der Verantwortung gegenüber der Literatur. Dass er Talent hat, sagt er in seiner Bescheidenheit nicht, aber ich darf es sagen. Seine Literatur ist bunt, tief, vielschichtig, sie hat eine wunderbare Melodie und sie berührt das Innerste.

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Elvira Dones:

Lukas Santana muss sterben

Lukas Santana wurde nach einem erzwungenen Geständnis zum Tode verurteilt. Es war nicht schwer, den neunzehnjährigen Latino in eine Falle zu locken. Die Verhandlung ist eine Farce. Zehn Jahre verbringt er im Todestrakt, bis das Urteil vollstreckt wird. Elvira Dones erzählt diese Jahre, verbunden mit Rückblicken in die Kindheit, verbunden mit den gesellschaftlichen Umständen. Und mit einem genauen Blick auf all die, die Lukas nahestehen. Ein erschütternder Roman über das amerikanische Justizsystem, über die Lebensbedingungen der Latinos in Texas, über die Unmög-lichkeit der Selbstbestimmung, über die Stärke der Frauen.

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Mário de Sá-Carneiro: 

Geliebter Fernando Pessoa

Erster Teil der Briefe 1912-1915

Hier entfaltet sich einer der bedeutendsten Briefwechsel der portugiesischen Literatur, der einen Einblick in die Entwicklungen der Dichtung, in Schaffensprozesse, Strömungen und in die Feier einer innigen und befruchtenden Freundschaft gibt. Bestens mit allen nur erdenklichen Hintergrundinformationen in ausführlichen Anmerkungen ausgestattet, sowie ergänzt durch Abdrucke von Gedichten, Porträts, Titelbildern und Stadtansichten, ermöglicht die vorliegende Ausgabe einen bislang nicht möglichen Einblick in einen wichtigen Teil der Literaturgeschichte. Darüber hinaus führt der Briefwechsel vor Augen, wie eine gegenseitige Befruchtung von Grund-verschiedenen aussehen kann. Diesen Geist weiterzutragen ist eine Aufgabe aller heute Lebenden.

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Waltraud Mittich: Hierorts. Bleiben

Die Geschichte der Familie Mittich aus Toblach bzw. Tobla in Südtirol ist weder eine gängige Chronik noch eine distanzlose Heimatgeschichte, sie ist der Versuch, durch Ausleuchtung der Vergangenheit dem "neuen Denken" den Weg zu ebnen. Zu verstehen, wie sich aus kleinen Geschichten die große zusammensetzt, von welchen Konstellationen sie bestimmt wird, wie sich persönliche und politische Pfade entwickeln, die womöglich verlassen werden können/sollten. Das schmale, sehr dichte und intensive Buch stellt die Frage nach Heimat, bleiben und gehen (und vielleicht zurückkehren) völlig neu. 

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Mattias Timander:

Dein Wille wohnt in den Wäldern

Der Ich-Erzähler dieses Romans ist Anfang zwanzig und lebt in einem kleinen, nordschwedischen Dorf. Er bewohnt eine von seinen Eltern geerbte Hütte, arbeitet im Wald, liegt auf der Küchenbank, schläft viel. Dieses ruhige Leben endet, als er die Literatur für sich entdeckt. Um vollends in die Welt der Bücher einzutauchen zieht er nach Stockholm, wird Teil der Literaturszene, hat eine komplizierte Beziehung zu einer Schriftstellerin und stellt eines Tages fest: "Ich war nicht mehr ich selbst". Er kehrt zurück ins Dorf, nicht mehr der Alte, doch wer, wie ist der Neue? Mattias Timander, geb. 1998, zeichnet in seinem Debütroman das Bild eines jungen Menschen und auch das seiner Generation, das Lebensgefühl ist Unsicherheit, wenn nicht Verlorenheit. Doch auch eine Stärke, die in der Sprache liegt, in dem Willen, das geerbte Schweigen der vorigen Generationen zu überwinden. 

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