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Zwischen den Jahren

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Arthur Rimbaud:

Das trunkene Schiff

Eines der wichtigsten Gedichte der Französischen Literatur in der eigenwilligen Nachdichtung Paul Zechs, dazu drei Texte des Schriftstellers Hans Therre, in welchen er den Kern der Rimbaudschen Dichtung erkundet und die Einlassung auf diese Poesie auf sich selbst reflektiert, der Essay "Rimbaud" von Stefan Zweig, in dem der Schriftsteller Leben und Werk konzentriert beleuchtet, und zwölf Federzeich-nungen von Max P. Häring in einer fadengebundenen, bibliophilen und limitierten Ausgabe -  ein feineres Schmankerl für die Liebhaber besonderer Bücher kann es kaum geben.

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Dezember 2025

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Deborah Hopkinson (Text) &

Qin Leng (Illustration): Von einem Mädchen, das das Schreiben liebte. Jane Austen

Konzentriert auf das Wesentliche, dabei leichtfüßig und verständlich, zeigen Deborah Hopkinson und Qin Leng in Wort und Bild, wie aus dem kleinen, von Geschichten begeisterten Mädchen die große Autorin Jane Austen wurde. Eingebettet in eine lebhafte und gebildete Familie, in der sich die bürgerliche Schicht des 18. Jahrhunderts spiegelt, werden Leben und Werk kindgerecht dargestellt. Doch die jungen Leser:innen lernen nicht nur eine brillante Autorin kennen, sie sehen auch, dass Träume wahr werden können, dass es möglich ist, nach eigenen Vorstellungen zu leben, auch wenn sie abseits gesellschaftlicher Erwartungen liegen.

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Ruth Weber: B. und der König

Berta träumt davon, Lehrerin zu werden, doch die Anfang des 20. Jahr-hunderts geborene Frau soll heiraten, Kinder bekommen und schweigen. Um den Erwartungen der Mutter und der Gesellschaft zu entkommen, geht sie in ein Kloster, aber die strenge Hierarchie und ständige Selbstzweifel setzen ihr so zu, dass sie Wahnvorstellungen entwickelt. Sie meint, den Teufel in sich zu tragen, dabei ist dieser das Echo des Bauern, der ein Verbrechen an ihr beging, für das sie sich selbst die Schuld gibt. Eindrücklich zeichnet die Autorin Bertas Weg der Auflösung nach - ihre Geschichte ist die vieler Frauen, denen ein selbstbestimmtes Leben verwehrt wurde.

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Gabrielle Alioth: Die letzte Insel

Holm reist auf eine Insel, um sie zu inventarisieren: Welche Tiere und Pflanzen leben noch? Diese in nicht allzu ferner Zukunft spielende Erzäh-lung ist ein Teil des Romans, der andere ist die in der Gegenwart spielende Geschichte der Ich-Erzählerin, die ebenfalls auf einer Insel lebt und durch eine Überschwemmung mehr als ihr Haus verloren hat. Der atmosphärisch sehr dichte Roman, in dem poetische Bilder wie wissenschaftliche Beschreibungen Platz finden, ist ein Nachdenken über das Verhältnis des Menschen zur einer sich rasant verändernden Natur. Aber auch: Wie bilden sich Erinnerungen? Ist jedes einzelne Leben ein `Original´ oder ein Echo auf Vorausgegangenes? Ist das Paradies dort, wo die Zeit endet oder ausgeblendet wird? Diese und weitere Fragen werden nicht theoretisch diskutiert, sie sind der Geschichte eingeschrieben, durch-fluten die Gedanken und Erlebnisse der Figuren. Am Ende wird die Verbindung, die zwischen Holm und der Erzählerin besteht, deutlich. Diese Verbindung steht nicht zuletzt für das, was  Dichter leisten: Ihre Werke sind die letzten Zeugen, die letzten Inseln.

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